Fotobeiträge

  • Gedankenmalerei

    Gedankenmalerei

    Irgendetwas Finsteres und Unbekanntes scheint heraufzuziehen. Der Himmel in weiter Ferne hat sich drastisch verfinstert, tiefdunkle Wolken schleichen müde über mir und lassen die Landschaft um mich herum in einem düsteren Licht erscheinen. Ein warmer, feuchter Wind fährt mir durchs Haar und lässt mich den milden Geruch von Feuchtigkeit wahrnehmen. Ein sinnender Blick über die Landschaft hinweg, der sich in der Weite verliert und das Finstere und Unbekannte in der Ferne abzuschätzen versucht. Fragwürdig bleibt eine Erwartung zurück, die von mir in diesem Augenblick in den vor mir liegenden Anblick investiert wird. Ein unklares Gefühl von Beklommenheit und Besorgnis vor…

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  • Weltbildbröckeln

    Weltbildbröckeln

    Was bleibt ohne Zweifel in einer Welt, die ich fast ausschließlich über Medien erfahre? Stimmt mein Weltbild mit meiner objektiven Realität überein? Bin ich mutig genug, mir die Zweifel in meiner Welterfahrungen einzugestehen? Meine bescheidene Welt vergrößerte sich durch meine mediale Betrachtung, welche mir zur selbstverständlichen Erfahrung wurde. Was, wenn das vertraute Bild der medial erfahrenen Welt brüchig zu werden beginnt und die Fragwürdigkeit zunimmt? Wenn die Verlässlichkeit zerbricht, zerbröckelt und einen aus dem Zusammenhang herausreißt? Die medial erschaffene Welt verkleinert sich durch den Zweifel. Alles in ihr verkehrt sich ins Gegenteil, wird auf sich selbst zurückgeworfen. Was groß wurde,…

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  • Pfad des Lichts

    Pfad des Lichts

    In die Dunkelheit dringt allmählich Lichteinfall herein und zieht mich zu sich hin. Das einfallende Licht scheint mir sowohl den Weg aus der Finsternis zu weisen als auch mich aus der empfundenen Beengung zu führen. Sehnsüchtig schreite ich dem Licht entgegen und erkenne die Weite, die sich in der Ferne auftut. Im Glauben an mich selbst nehme ich mich plötzlich in der fernen Weite wahr. Es ist eine wärmende Strömung am Ende des lichtdurchfluteten Tunnels, von der ich auf magische Weise angezogen werde. Eine Strömung, in der sich die Schatten der Dunkelheit auflösen, um sich dem Licht zu übergeben. Noch…

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  • Glaubenskonzept

    Glaubenskonzept

    Jenes Konzept, innerhalb dessen ich in konzeptionellen Maßstäben existiere, das aus mir hervorgeht und tief mit mir verwoben ist. Dieses Konzept wird im immerwährenden Jetzt systematisch gemäß meiner innewohnenden Struktur von mir ausgestaltet und für die Wirklichkeit gehalten. Innerhalb dieses Konzepts existiere ich als konzeptionelles Ich, das sich aus sich gestaltet und durch seine sämtlichen Sinne für sich erfassbar wird. Eine konzeptionelle Ausgestaltung, um in ihr fühlend, denkend und handelnd zu existieren. Das Konzept einer Struktur zur sinnlichen Wahrnehmung und Agitation. Zwölf Apostel als konzeptionelle Konzeptgestalter, die eine vollständige Welt erschaffen. Ein Konzeptbereich als Architektur von Zeit und Raum, ganz…

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  • Bereitschaft

    Bereitschaft

    Bereit zu sein, . . . zu sein. Bereit, sich dem Leben anzuvertrauen oder in der Hingabe zu verweilen . . . bereit. Manch einer wartet, um irgendwann bereit zu sein, doch bleibt er bloß in der Bereitschaft bereit, . . . bereit zu sein. Hineingeworfen in das Leben, um darin zu leben und lieben zu lernen. Bereit zu sein, Leben zu sein und zu lieben . . . bereit zu sein. Wer bereitet den Weg für die Bereitschaft, zum Bereit sein, . . . zu sein? Was bereitet dieses Etwas, das bereit ist, . . . bereit zu sein?…

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  • Bruch

    Bruch

    Vieles ist nicht mehr so, wie es einmal war. Vieles fühlt sich auf einmal fremd an und ich betrachte es verunsichert aus einer sicheren Distanz. Vieles zerbrach und liegt zerborsten da. Auf treffende Weise scheint es mein zerbrochenes Inneres widerzuspiegeln. Die Ignoranz wurde aufrecht erhalten. Aufkommende Gewissheiten wurden willentlich übersehen, während gleichzeitig an fragwürdigen Anschauungen festgehalten wurde, um sich nur ja nicht bewegen zu müssen. Eine verhängnisvolle Kraft wirkte irgendwann auf diese sperrig gewordene Illusion ein und sprengte jenes krampfhaft Behütete auf. Alles muss immer wieder absterben, damit anderes entsteht. Ganz so, wie in mir etwas dann und wann zerbrechen…

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