Kampf-Aufgabe

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Alle bisherigen Schlachten wurden tapfer geschlagen, nun braucht es keinen Kampf mehr. Das abgekämpfte und erschöpfte Gemüt sehnt sich nach Ruhe und Geborgenheit, Frieden und Einigkeit.

Die Konflikte der Vergangenheit wurden durch den unermüdlichen Kampf zu tragenden Pfeilern der Gegenwart, in der sich ein Morgen verkündet, an dem der Kämpfer nicht mehr aufs Schlachtfeld gerufen wird.

Ein Nebel der Reumütigkeit hat sich über die erstrittenen Gegensätze gelegt, aber noch immer ist das Kriegswerkzeug nicht abgelegt, auch wenn es in der herbeigesehnten, erwarteten Ruhe schweigen mag.

Zahlten sich die ausgefochtenen Kämpfe für mich aus, hinterfragt sich der erschöpfte Kämpfer. Habe ich für ehrwürdige Ziele gestritten, gekämpft und mich aufgeopfert, stellt er sich zweifelnd infrage.

Viele solcher Frage wurden achtlos auf den Schlachtfeldern zurückgelassen, inmitten der Unkenntnis, die alles in sich verschlang, wie nunmehr der Nebel, der die Schlachtfelder umhüllt.

Wer kann sich nach allen bestandenen Kämpfen als Gewinner erklären und wer gesteht sich als der Verlierer seine Niederlage ein? Ergibt es noch einen Sinn, Gegensätze zu sehen, die das Schlachtfeld erschließen und ein Spiel des Kampfes aufs Neue Wirklichkeit werden lassen?

Wo wurden die Schlachten geschlagen? Auf einem Spielfeld der Gegensätze. Warum wurden Schlachten geführt? Weil das Spielfeld grenzenlos und ohne Liebe war.

Auf dem Spielfeld der Lieblosigkeit entstand eine Unkenntnis, mit der bei den Schlachten um etwas gekämpft wurde, das nicht vorhanden war. Was nicht vorhanden ist, kann jedoch kämpfend nicht gewonnen werden.

So bleibt vorerst das Schwert im Kampf geneigt. Der Nebel der Reumütigkeit wird sich dann auf dem Schlachtfeld lichten, wenn der Kampf für immer ruht und er nicht länger als Aufgabe verstanden wird.