Fotobeiträge

  • Am Silberfluss

    Am Silberfluss

    Ich sitze gottverlassen am Ufer des Flusses und bin in meinen Träumereien versunken. Eingetaucht in einer Welt des ewigen Fließens, in der alles vorüber zieht, während ich mich nach Verbundenheit sehne und doch davongespült werde. Auf dem Fluss spiegelt sich der goldfarbene Lichtschein der Sonne. Plötzlich entsteigt mir die wagemutige Idee, in diesem goldenen Licht jene Verbundenheit zu finden, nach der ich mich sehne. Als ich jener Spur folge und in die Sonne blicke, glaube ich für einen Augenblick mich selbst in ihr wiederzuerkennen. Jene verbindende Kraft der Sonne hatte sich als leuchtende Spur im dahinströmenden Silberfluss gespiegelt und mich…

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  • Daseinstraum

    Daseinstraum

    Noch weiß ich nicht, wo und wann mein Lebensweg enden wird, doch ich ahne bereits, dass ich der Quelle allen Seins in jedem einzelnen Detail meiner Umwelt gegenübertrete. Aus der Quelle dringt es ins Dasein und fragmentiert sich vor meinem Verstand innerhalb von Zeit und Raum zu dem, was ich in meinem Daseinstraum zu erfahren glaube. Dieser Traum handelt von Erfahrung und Wiedererkennen der Harmonie und des göttlichen Friedens in mir. Die Rückkehr zur Quelle wird nach meiner Abkehr aus diesem Daseinstraum erfolgen, wenn ich den Weg zu mir selbst in Liebe gefunden habe. Der Traum wird enden und ich…

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  • Anblick für den Augenblick

    Anblick für den Augenblick

    Nicht nur ich blicke Dinge an, auch ich werde von Dingen angeblickt. Bei mysteriösen Begegnungen findet ein wechselseitiger Anblick statt, sowohl Tun als auch Erleiden. Geradezu unbehaglich wird mir, wenn ich darüber nachdenke. So fotografierte ich diesen merkwürdigen Fund am Wegesrand, da ich ihn amüsant fand. Erst hinterher, beim Betrachten des Bildes, erkannte ich jenen durchdringenden Blick, der von dieser Steinfigur ausging und auf mich gerichtet war. Komödie und Tragödie liegen nicht selten dicht beieinander. (ANMERKUNG: Bei der Abbildung handelt sich um einen Zufallsfund. Die Steinfigur wurde von einem unbekannten Wanderer aufgestellt und präpariert. Wenige Tage später fand ich sie…

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  • Eine Art von Blau

    Eine Art von Blau

    Bewusstsein ist Aufstieg durch Erfahrung, die zur Weisheit wird. Räume entfalten sich zwischen Fühlen von Weite und Freiheit, im Empfinden von Hoffnung und Zuversicht. Räume des Handelns zwischen Erhalten und Veränderung. Räume voller Lebendigkeit. Ideenreiche Raumgestaltungen für Aufstieg und Innehalten, zum Verweilen wie auch aufmerksamen Betrachten des Werdens und Vergehens alles Vorüberziehenden. Zweifelnd, mit mir ringend, betrachtete ich so manchen steilen Anstieg, ohne die Zwischenräume wahrzunehmen. Aufzusteigen erschien mir nur so lange steil und mühevoll, bis mein Bewusstsein erwachte und darauf wartet, zur Weisheit zu werden.

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  • Ein stummer Schrei

    Ein stummer Schrei

    Arglos, Gedanken nachhängend, komme ich auf meinem Weg an einem Baum vorüber. Im gleichen Moment vernehme ich einen Schrei, ohne ihn zu hören. Spielt mir etwa meine Phantasie einen Streich, frage ich mich. Geneigt weiterzugehen, verharre ich und wende mich dem Baum zu. Ich stehe vor ihm und betrachte seinen lautlosen Schrei. Da durchzuckt es mich und ich spüre, wie ein verzweifelter Laut schmerzlich in meinem Ohr erklingt. Mitfühlend sende ich Liebe zu ihm und setze meinen Weg fort. Ich hoffe sehnlichst, dass er meine Liebe erhielt. Was aber, wenn nicht, frage ich mich schuldbewusst, sah ich mich doch gezwungen…

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  • Jahreszeiten

    Jahreszeiten

    Vor vielen Jahren unterhielt ich mich mit einem australischen Touristen. In unserem Gespräch sagte er zu mir: „Wissen sie, worum ich sie hier beneide?“ Ich betrachtete ihn überrascht und wusste nicht, was ich ihm auf seine Frage antworten sollte. „Sie erleben Jahreszeiten“, sagte er mit einem Anflug von Traurigkeit in der Stimme. „Wo ich lebe, sieht es immer gleich aus. Ich blicke das ganze Jahr in eine immergleiche Landschaft. Nichts scheint sich zu verändern. Es ist immer derselbe Anblick.“ Da ich schweigend vor mich hinstarrte, meinte er schließlich: „Es muss wunderbar sein, all diese Jahreszeiten erleben zu dürfen.“ Seitdem ich…

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