Fotobeiträge

  • Weg – laufen

    Weg – laufen

    Einen finsteren Weg zu beschreiten und mit jedem Schritt in den Schmerz hineinzulaufen, kann der Weg des Weglaufens sein. Einem sinisteren Weg zu folgen, sich im Verletzt sein weiter zu verletzen, kann die Erweiterung des Weglaufens sein. Den Weg ins Dunkel zu gehen, in Melancholie und Schwermut zu torkeln, kann der Umweg sämtlicher Wege sein. Es gibt Wege, . . . . . . die ich im Finstern beschreite, denen ich folge, um vor mir wegzulaufen, gegen mich anzulaufen oder um meine Ängste und Blockaden zu vergessen, die mich auf meinem Weg verfolgen. Laufen, um bei mir anzukommen, . .…

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  • Herbstgewölbe

    Herbstgewölbe

    Die große Müdigkeit und das Verblassen der Natur beginnt mit der Einladung zum Innehalten. Zaghaft trete ich ein in die verblassende Welt der Farben, ins Herbstgewölbe, wo meine Sinne sanft berauscht werden. Erwartungsvoll schreite ich dem Sonnenlicht entgegen und nehme die wartenden Schatten als den Lauf des Lebens hin. Noch einmal möchte ich Farben genießen, mir noch einmal selbst begegnen, bevor der Herbst das Leben grau in grau zu malen beginnt. Im Herbstgewölbe verliere ich mich im besinnlichen Moment, entsinne mich eines Sommers, in dem ich mein Herz an die blühende Natur vergab. Im Herbstgewölbe werde ich ausharren, bis der…

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  • Versinnbildlicht

    Versinnbildlicht

    Was mag sich der Schreiber dieser Zeilen gedacht haben, frage ich mich. Unversehens denke ich an etwas Politisches, bis mir nach einem kurzen Augenblick das Lächeln einfriert und ich den Sinn in dem Gesehenen suche. Könnten die Zeilen anders gemeint sein, als ich denke? Wir spielen in diesem Leben unsere Rolle, aber wir werden diese Rolle irgendwann wechseln. Wir werden eine neue Rolle besetzen, . . . im Spiel des Lebens, das stets dasselbe Spiel ist. Wie schnell glaubt man einen Sinn erkannt zu haben, hinter dem man einen anderen übersah. Gedanken sind flüchtig, Sinn erschließt sich aus dem Gedachten.…

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  • Möglichkeiten

    Möglichkeiten

    Wege führen früher oder später zu Möglichkeiten. Sie führen zum Richtungswechsel, ob wir wollen oder nicht. Sie zwingen uns zum Verlassen des bisherigen Weges. Wohin gehen wir? Für welchen Weg entscheiden wir uns? Sind wir bereit, den bisherigen Weg zu verlassen und einen anderen Weg zu gehen? Einen geraden Weg gibt es nicht. Jeden Weg gehen wir solange, bis wir die Richtung ändern, freiwillig oder weil wir vom Weg des Lebens dazu gezwungen werden. Möglichkeiten zeigen sich an Wegscheiden, auf die wir früher oder später stoßen und an denen wir uns entscheiden. Der Weg, den wir gehen werden und die…

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  • Abglanz

    Abglanz

    Der Glanz ist vergangen und doch kehrt er noch einmal in besonderer Form ins Gegenwärtige zurück. Die hoffnungsvolle Farbe von einst hat sich zur Helligkeit gewandelt, um den bevorstehenden Verfall zu empfangen. Kommt es mir bei der Betrachtung nur so vor oder zeigt sich mir das Leben in der reinsten und konsequentesten Form? Im auflebenden Abglanz, der mir als verlöschender Glanz der Gegenwart erscheint, um der Zukunft zu entgehen. Vergangenheit und Zukunft, die sich im stattfindenden Jetzt vereinen und die würdige Sprache des Lebens sprechen. Als Abglanz ihrer Zeit – in der Zeit.

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  • Herbsttanz

    Herbsttanz

    Der Herbst hält Einzug, der Sommer weicht zurück. Abende verlagern sich in den späten Nachmittag. Zeit scheint dehnbar und flüchtig zu werden, als ich im Niemandsland des frühabendlichen, spätnachmittäglichen Sonnenlicht auf den verborgenen Pfaden dem Herbsttanz beiwohnen darf. Da die Sonne bereits unterzugehen beginnt, erscheint mir der Tanz als Tanz gegen das Vergehen, spielerisch und durchs versiegende Sonnenlicht vor mir aufgeführt, ehe die Ruhe der kommenden Nacht und des herannahenden Winters Einzug hält. Jeder tanzt auf seine Weise und für das, was am Ende des Tages und schließlich am Ende des Sommers auf ihn wartet. Ob der Tanz der letzte…

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