Selbstbefreiung

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Mit einer ersten ernsthaften Frage fängt es an. Aufziehende Zweifel, die sich ausbreiten und Bestehendes in Frage stellen. Das Gefängnis beginnt Risse zu bekommen und durchlässiger zu werden, ehe es ganz zerbricht.

Viele zweifelnde Fragesteller entkommen in einer freudigen Erregung durch die offenstehenden Gitterstäbe und streben eifrig der Wahrheit ihrer Ewigkeit entgegen.

Hast Du den Mut, bestehende Verhältnisse zu hinterfragen und in Zweifel zu ziehen oder ziehst Du es vor weiterhin im Gedankengefängnis zu verweilen und am Vertrauten festzuhalten?

Die Hinterfragung des gedanklichen Fundaments scheint längst begonnen zu haben, denn durch sie beginnt die Befreiung. Denkgebäude zu hinterfragen bedeutet, Annahmen aufzubrechen, um aus ihnen zu entkommen.

Verlust aller Selbstverständlichkeit, die den Fragenden ins Bodenlose fallen lässt, ihm zugleich den Weg zur Freiheit weist. Durch Verlust wird die Größe erkennbar, die unter der Selbstverständlichkeit liegt.

Der verhüllende Schleier der Selbstverständlichkeiten wird zur Seite gezogen und legt eine grenzenlose Weite der Freiheit offen. Die Gefangenschaft hinter den Gefängnismauern entschwindet und strebt zur Weite hin.

Jede Selbstverständlichkeit ist als Selbstbetrug entblößt.

Die Mutigen entkommen in die Freiheit. Ihre Kraft erkennt und anerkennt sich selbst. Das Gefängnis bleibt für sie geöffnet, auf das sie nunmehr den Schritt zu sich selbst hin wagen.

Zur Größe, die für sie im Vergessen verschwand.

Eine Selbstbefreiung aus allen Selbstverständlichkeiten, um endlich zu sich selbst zu gelangen.

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