Häufig sehne ich mich an einen Ort, an dem ich das Alleinsein huldigen kann. In diesen Momenten werde ich zum Anbeter der Abgeschiedenheit, der sich träumerisch in seiner erträumten Ruhe begegnet.
Weitab des Trubels der überhitzten und aufgeregten Welt. Eingestimmt auf Einsamkeit, wo jener Friede herrscht, in dessen Licht sich alle Kümmernisse und Bedrückungen dieser Welt in der Luft auflösen.
Eine Zuflucht, in deren Lichte ich mich verkrieche und friedvoll bei verweile.
Existiert eine solche Zuflucht oder bleibt sie ein Wunsch, der mich so lange beseelt, bis er sich in der Wirklichkeit verflüchtigt?
Was, wenn ich in einer abgeschiedenen Hütte Zeit mit mir verbringen würde? Würde mir jenes vertraute Leben dieser aufgeregten Welt fehlen oder würde mein heimliches Sehnen ein Ende finden?
Sich aus einer unbequemen Realität herausgenommen zu wünschen, um sich selbst aus dem Weg zu gehen. Ein Flüchten, um in der Hoffnung zu sein und niemals dort anzukommen, worauf sich das Wünschen bezieht.
Ein Fortlaufen in eine unerreichbare Vorstellungswelt. Die Einsicht, dass man sich in dem eigenen Wunsch verfängt. In der Sehnsucht nach einem anderen Leben, die zum Wegbereiter wird.
Für einen Weg, sich nicht länger in der falschen Welt verfremden zu müssen.
Insgeheim darauf zu hoffen, dass die Hoffnung für immer bestehen bleibt. Eine Hoffnung, die den Wunsch versiegelt, dem man selbst melancholisch nachtrauert.
Gleichmütig und in sich gekehrt. Richtungslos. Wehmütig. Alleine, an einem geheiligten Ort der inneren Entrückung und des Aufstiegs ins Licht.
Zurück bleibt ein Sehnen, obgleich im goldfarbenen Gewand.
