Gedankenmalerei

Published by

on

Irgendetwas Finsteres und Unbekanntes scheint heraufzuziehen. Der Himmel in weiter Ferne hat sich drastisch verfinstert, tiefdunkle Wolken schleichen müde über mir und lassen die Landschaft um mich herum in einem düsteren Licht erscheinen.

Ein warmer, feuchter Wind fährt mir durchs Haar und lässt mich den milden Geruch von Feuchtigkeit wahrnehmen.

Ein sinnender Blick über die Landschaft hinweg, der sich in der Weite verliert und das Finstere und Unbekannte in der Ferne abzuschätzen versucht.

Fragwürdig bleibt eine Erwartung zurück, die von mir in diesem Augenblick in den vor mir liegenden Anblick investiert wird.

Ein unklares Gefühl von Beklommenheit und Besorgnis vor einem möglichen Umschwung beansprucht einen Raum in mir; als ein bekümmertes Verweilen in einer Ungewissheit, die aus der Ferne leise zu mir spricht.

Dunkel und von meinen Befürchtungen durchdrungen, liegt die Landschaft vor mir und stellt sich mir als finstere Bedrohung dar.

Mit Unbehagen betrachte ich den eingeschlagenen Weg und versuche nicht an die anwesende Ungewissheit zu denken, ertappe mich jedoch dabei, wie ich es insgeheim gerade deswegen tue.

Wahrlich, etwas hat sich verändert, seit ich meinen Weg gehe. Er hat mich zu etwas Unberechenbarem geführt, das mir unwägbar erscheint.

Ein Heraufziehen von finsteren Vorstellungen hat meine Sicht auf alle Dinge verändert; mitten auf dem Weg, den ich so lange unbeschwert ging und der mich unbemerkt ins Nirgendwo führte.

Ins Nirgendwo, in dem irgendetwas Finsteres und Unbekanntes heraufzieht.

Als ein im Geiste gemaltes Gedankengemälde.

Previous Post