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Nahe stehend
Gutmeinendes und Annäherndes wird nicht selten von sich weggestoßen, weil Nähe bedrängend wirkt. Berührungen erwirken so manches Unbehagen, da sich das Selbst hinzugeben verlangt und zugleich Angst vor der Hingebung verspürt. Zaghafte Widerstände lassen Freiräume entstehen, doch der gute Wille verkehrt sich oft in eine Abwehr, die eine Abwehr gegen sich selbst ist. Aus der
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Morgenappell
Wohlgeordnet stehen die Bäume im Morgensonnenlicht auf einer Anhöhe und erregen meine Aufmerksamkeit. Erstaunt blicke ich auf die Formation und es scheint mir als wäre sie zu einem Morgenappell angetreten. Für einen Augenblick fühle ich mich schamhaft berührt, ehe ich schmunzelnd meinen Weg fortsetze. Manchmal überkommen mich sonderbare Gedankenflüge, die unerwartet meiner Phantasie entsteigen. Als
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Kristallin
Über Nacht wurde die Landschaft weißgläsern. Kristalliner Zuckerguss breitet sich in wundersamer Feinheit über das verschlungene Geäst aus. Ein frostiger Wind verwandelte die Feuchtigkeit in glitzerndes Eis und ließ Strukturen entstehen, die in der Morgensonne glänzen. Vor dem meerblauen Hintergrund heben sich die eisigen Äste ab und bilden glitzernde Verzweigungen. Sie stehen für den Augenblick
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Befürchtung
Betreten schreite ich auf meine finstere Vorstellung zu und warte im Tritt ab. Fraglich, ob das Ungemach heranzieht oder in der Ferne bleibt. Farblich hat sich der Anblick auf meine Stimmung eingestimmt. Berauscht, versonnen und verträumt, ehe sich mein Blick milde in Wohlgefallen aufzulösen strebt. Ich ziehe weiter und lasse die Befürchtung davonziehen, fühle ihr
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Höhenrausch
Mit dem Raureif tritt mir auf den zugigen Anhöhen eine faszinierende Welt gegenüber. Drückender Nebel, durch den ich mir in trüber Einsamkeit meinen Weg bahne und auf dem mein Schritt unsicher bleibt. Die vertrauten Farben sind verschwunden und werden unter dem Puderzucker vager Hoffnungen von einem kalten Wind gestreichelt. Stille ringsum. Mein Atmen erscheint mir
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Erwartungsvolle Heimreise
Der heutige Abend ist früh hereingebrochen und überall hat sich ein lieblicher Glanz wie ein Vorhang ausgebreitet. Staunend blicke ich in Richtung meiner beabsichtigten Reise und betrachte in der Ferne die Wärme des Lichts. Noch steht das Signal in einiger Entfernung auf Rot. Der Zug kommt noch nicht, genügend Zeit, um in meiner Erwartung zu