Fotobeiträge

  • Kindheitsverführung

    Kindheitsverführung

    Mit einem kindlichen Lächeln und purer Freude betrachte ich das Aussehen eines Baumes, der mich an eine Comicfigur aus meiner Kindheit erinnert. Manchmal vermischt sich zu meiner Verwunderung sachliche Betrachtung mit kindlicher Unbefangenheit. Mein Verstand versucht einzuordnen und an der geordneten Welt der Erwachsenen festzuhalten. Alles andere erscheint ihm als kindische Albernheit. Hartnäckig weigert er sich, dem Kind in mir einen Raum zu geben. Somit ist das Kind in mir nicht zuletzt im Angesicht des Verstandes gefangen. Ich möchte gerne noch einmal ein Kind sein und die Welt mit den Augen eines Kindes betrachten. Ich möchte staunen und herzhaft lachen…

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  • Seitenwege

    Seitenwege

    Über den Widerstand hinweg, durch die Pforten der Angst und der Befürchtungen, erschließen sich Seitenwege, die zu neuen Wahrnehmungsebenen führen. Die ausgetretenen Wege zu verlassen und andere Wege zu ergründen, eröffnet dem Wagemutigen neuartige Welten und andere Ziele. Was nachgerade verstaubt und ausgetreten hinter uns liegt, langweilig und fade erscheint, darf in Freude und Dankbarkeit zurückgelassen werden, denn auf unseren bisherigen Wegen lässt sich für uns nichts Neues entdecken. Diese Wege führen uns nurmehr im Kreise herum. Anderes wartet als Herausforderung, wird jedoch aus Angst und Befürchtung sorgsam gemieden, da der Widerstand uns die Pforten versperrt. Der Verbleib auf alten…

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  • Paradiesvogel

    Paradiesvogel

    Das Bewusstsein setzt sich durch, irgendwie anders zu sein. Die eigene Identität wird bewusst erlebt und man fühlt sich in einer Welt von Fremden mehr und mehr fremd. Menschen kommen und gehen, andere bleiben und begleiten einen auf dem Weg der gefühlten Fremdheit. Fremde finden sich auf geheimnisvolle Weise. Sie werden in der Fremde zu Vertrauten. Andere bleiben sich fremd und lassen Fremdheit zurück. Das erträumte Paradies ist keineswegs jedermanns Sache. Paradiese sind individuell und bestehen nebeneinander, wie die Menschen in ihrer Fremdheit individuell sind und zuletzt nebeneinander bestehen. Im Grunde lebt jeder Mensch in einem vorgestellten Paradies, meist ohne…

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  • Gestrandet

    Gestrandet

    Viele Wege beschritten, im Leben geschwommen. Bisweilen hin und her gerudert, mancherlei Hindernisse umschifft und mich mit der Strömung treiben lassen. Im Fluss des Lebens dem jeweiligen Ziel entgegengetrieben und dem Schicksal vertraut. Geglaubt, dass es irgendwie gutgehen wird und das Leben mir den Weg weist. So strandete ich immer mal wieder im Leben, lief auf Grund, da mich die Strömung des Lebens zu seichten Stellen trieb. Irgendwann saß ich fest. Erstarrt harrte ich darauf, dass mich der Fluss des Lebens zurück in seine Bahn zieht. War es notwendige Erholung, Ruhe in der Aufregung, Rettung in der Not, die ich…

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  • Geistgerinnung

    Geistgerinnung

    Aus dem Geist fließt spielerisch Materie hervor und gestaltet eine Welt, in welcher er als Geist mit sich selbst agiert. Der Geist als das allumfassende Eine materialisiert sich, um mit der Hilfe des Verstandes das Spiel der Selbsterkenntnis zu spielen. Hierbei vergisst und verliert er sich in der eigenen Schöpfung, um sich am Ende wieder an sich zu erinnern und zurück zu sich zu finden. Das Licht des Geistes spaltet sich auf und verkörpert sich in der Wahrnehmung von Raum und Zeit. Im Zwischenraum sämtlicher Gedanken und der vorgestellten Verkörperung als Materie waltet der Geist; er bestimmt sich durch die…

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  • Zeitkontrast

    Zeitkontrast

    Im Jetzt wird eine Vergangenheit entworfen, auf dass sich beide Zeitebenen gegenüberstehen. Sie beruhen auf einem Fundament von Überzeugungen, auf denen eine Lebensgeschichte niedergeschrieben und eine Zukunftsvorstellung arrangiert ist. Eine Zeit wird gedanklich in die Zeit geschichtet, wodurch gedankliche Abstände innerhalb des Jetzt entstehen, sodass es alles umfasst und mittels Fiktion zurechtgebogen wird. Über jede der Zeiten erhebt sich die Grenzenlosigkeit, in der sie sich aufheben und zur Komposition eines anderen Jetzt werden, innerhalb dessen sich die Vergangenheit verflüchtigt und in die Hoffnung und Befürchtung des Gegenwärtigen fließt. Was ich sehe ist ewiger Kontrast der Zeit, den ich mir in…

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