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Verschwommen
Was mir zunächst fest und greifbar erscheint, löst sich nach und nach auf und verschwimmt auf geheimnisvolle Weise in der Offenheit des vor mir liegenden Gewässers. Die Strukturen schwimmen mir davon. Ich schaue ihnen mit Wehmut hinterher und glaube mit ihnen zu verschwimmen. Mutlos verharre ich jedoch an dem friedlichen Platz, finde in Ruhe zu
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Brückenbau
Wahrlich nicht jede Verbindung erschafft sogleich Nähe und vereint zuvor Getrenntes. Wie viele und welcher Art von Brücken bedarf es eigentlich für eine innere und äußere Verbindung? Wie viele und welche Art von Brücken müssen aufgebaut und beschritten werden, ehe ein ersehntes Ziel erreicht wird? Möglicherweise haben wir in der Vergangenheit so manche Brücke errichtet,
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Martyrium
Höllenqualen, die beharrlich erdrücken und in Stein gemeißelt erscheinen. Ängste, welche sich aus befürchteten Erwartungen erhalten und eine Melancholie bewirken, entsprungen aus zahllosen entfesselten Gedanken. So werden quälende Angstgedanken erschaffen, begründet und verstärkt durch sich selbst. Jeder Angst liegen Gedanken zugrunde, die zur Befürchtung wurden und Raum für nichterfüllte Erwartungen erschufen. Dieses angeschaute Bild der
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Ichthys
Ein Symbol, das für mich plötzlich am Himmel erscheint und dessen gequältes Antlitz mich nachdenklich zurücklässt. Drückt sich durch das Symbol unwissende Nichtanerkennung als eine Bürde aus? – Ein Aufschrei der Verzweiflung über das Unheil, welches in einer nichtsahnenden Unwissenheit ihren allerhöchsten Ausdruck findet. Ein gequälter Fisch, der sich nicht abwendet, obgleich er am trügerischen
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Lichttempel
Gestaltendes Licht erfüllt den Raum vor mir, in dem mir mein eigenes Licht entgegenschaut. Friedfertig und in Dankbarkeit schaue ich dorthin, wo mir der gestaltende Lichteinfall einen Tempel errichtet. Sehnsüchtig verfängt sich mein Blick in jenem Augenblick, in dem sich Raum und Zeit vereinen und eine lichterfüllte Illusion entstehen lassen. Der lichterfüllte Tempel vergegenwärtigt sich
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Denkgefängnis
Zaghaft umspielen beherzte Gefühle das frühere Gefängnis und atmen begierig die Luft von Freiheit ein. Es liegt an Dir selbst, Gefühle zu entfesseln und hemmende Gedanken liebevoll vergebend davonziehen zu lassen, bevor der gierige Abgrund der Angst und der Bedenken sie wieder einfängt und zu sich zurückholt. Welche gedanklichen Vorstellungsweisen gingen von mir aus und