Fotobeiträge

  • Tanz in der Unwirklichkeit

    Tanz in der Unwirklichkeit

    Wir tanzen den Tanz der Unwirklichkeit in wechselseitigem Einverständnis. Wir leben in diesem Tanz und wir leben durch diesen Tanz. Deswegen mussten wir zu hervorragenden Tänzern werden, die in unaufhörlicher Übung und geschickter Gewohnheit ihren Tanz im Nirgendwo perfektionieren. Die Wirklichkeit haben wir im tänzerischen Rausch vergessen, während wir den Tanz zu träumen begannen.

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  • Rudera

    Rudera

    Manchmal durchwandere ich abseits gelegene Bereiche in den Steilhängen des Mittelrheintals. Hierbei entdecke ich, inmitten von Wäldern versteckt und verborgen, riesige Steinbrocken, die mir symmetrisch erscheinen. Dann stelle ich mir mit wagemutiger, unstatthafter Tollkühnheit vor, dass es Trümmerstücke sind. Von woher mögen diese Trümmerstücke stammen? Oder von was mögen es übriggebliebene Relikte sein? Ich gehe danach meinen Weg weiter und nehme mich in meinen Gedanken zurück. Es sind nichts weiter als phantastische und närrische Gedanken, sage ich zu mir und beginne zu glauben, dass es so ist. Jedoch bleibt ein Unbehagen zurück. Sehe ich etwas, das nicht da ist? Oder…

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  • Spurenlegung

    Spurenlegung

    Eine Spur von einem mir unbekannten Menschen, flüchtig dahingemalt vor Jahrzehnten. Ich stelle mir die Frage, ob der Spurenleger noch lebt. Auch frage ich mich, um was für ein Menschen es sich handelte und in welcher Absicht sein Tun erfolgte. Mochte ihm damals bewusst gewesen sein, dass er im Begriff war, eine Spur zu legen, die Jahrzehnte später jemand liest? Fragen über Fragen stelle ich mir, als ich seine hinterlassene Spur betrachte. Unweigerlich stellen sich mir andere Fragen: Wie viele und welche Art von Spuren habe ich selbst gelegt, ohne dass ich mir dessen bewusst war? Wurden meine Spuren wahrgenommen…

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  • Hingabe

    Hingabe

    Sich nach Wärme und Helligkeit sehnend, hingebend in zugeneigter Prachtentfaltung. Jene angestrebte Umarmung des Lichts, hingebungsvolles Öffnen für belebende Flutungen eines nährenden Strahls, und sich dabei selbst opfernd. Es ist der scheinbar widersinnige Impuls eines hingebenden Verlangens, welches mit dem Verblühen endet.

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  • Vergänglich

    Vergänglich

    Alles in dieser Welt befindet sich in ständiger Bewegung, ist vergänglich und seiner Natur nach zeitlich begrenzt. Das Eine mag geduldiger vergehen als das Andere, doch nichts entgeht dem in ihm angelegten Schicksal, dem unvermeidlichen Verfall. Was in dieser Welt ist, vergeht und kann durch sein Vergehen zur Vergangenheit werden. Es folgt seinen Erschaffern nach, auch wenn es sich manchmal Zeit damit lässt. Die Welt, als Prozess ewiger Vergänglichkeit, in dem unaufhörlich Neues entsteht, wird zu einer auf die Vergangenheit zulaufenden Entstehung. Denn etwas entsteht nur dafür, damit es vergehen kann. Aus jenem Vergehenden wird nun ebenfalls – zur Erschaffung…

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  • Schattierungen

    Schattierungen

    Wir befinden uns in dieser Welt, um in der hier herrschenden Polarität Erfahrungen zu machen. Licht und Dunkelheit liegen zwar dicht beieinander, doch dazwischen befinden sich Myriaden von Schattierungen, die großzügig zwischen der Polarität aufgespannt werden. Diese Tatsache erfährt man bei jedem Waldspaziergang, immer dann, wenn man die Sinne öffnet und Schattierungen bewusst wahrzunehmen versucht. Das Leben spricht unaufhörlich in der Sprache der Schattierungen zu uns.

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