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Sonnensprung
Während einer Wanderung bemerkte ich eine Wolke, von der die Sonne verdeckt wurde. Erstaunlicherweise erblickte ich eine zweite Sonne am Himmel. Der verdeckten Sonne schien das Licht einer Nebensonne entsprungen zu sein. War es eine Spiegelung? Wer oder was war der Spiegel? Warum erkannte ich den Spiegel nicht? – Fragen über Fragen, die ich mir auch im Nachhinein nicht beantworten kann. Ich durfte eine Weile lang beide Sonnen am Himmel betrachten. Manchmal hält das Leben ungewöhnliche Überraschungen bereit. (Das beobachtete und im Bild festgehaltene Phänomen war minutenlang am Himmel sichtbar.)
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Spielfeld des Raumes
Raum entfaltet sich (für mich) durch die Tätigkeit meines Geistes. Sämtliche Gegensätze werden von mir in und mit den Himmelsrichtungen geschaffen, die einander wegzudrücken scheinen und das Spielfeld sich ausdrückender Energien eröffnen. In den aufgedrückten Raum können Sachverhalte von mir hineinprojiziert werden, die ich einander in Verhältnisse setze und zu denen ich mich abgrenze. Jener andere Sachverhalt bin nicht ich, glaube ich zu wissen. Ich werde derweil durch Gedanken projizierter Gegensätze hervorgebracht, inmitten jener Spielerei von Setzungen, in denen ich selbst nicht vorzukommen scheine. Auf diese Weise wird das Spielfeld des Raumes gepflegt, auf dem ich meine projizierten Spielfiguren hin…
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Die Wirkung einer Idee
Jedes existiert durch ein Anderes in einem dynamischen Verhältnis. Es nimmt und gibt gleichermaßen, sodass alles in erhaltender und gebender Abhängigkeit gehalten wird. Das Einzelne bestimmt sich durch kontrastierende Opposition als Teil der Einheit, wie sich das Ganze, durch die in ihm enthaltene Kontrastierung, als Ganzheit bestimmt. Jeder Kontrast findet Bezug und Erhalt in der Erweiterung seiner selbst in räumlicher und zeitlicher Veräußerlichung. So nimmt er Teil am spielerischen Wechselspiel allgegenwärtiger Kontrastierung. Durch eine illusionäre Teilung im Geist entsteht innerhalb eines illusionären Raumes und einer illusionären Zeit eine illusionäre Welt von Trennungen, welche sich durch ein dynamisches Wechselspiel der Kontrastierungen…
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Tageserwachen
Noch bin ich nicht ganz aus der zurückliegenden Nacht erwacht. Meine Sinne harren noch bleiern im Nirgendwo, benebelt und betäubt von einer entrückt zerfahrenen Traumreise. Der moussierende Glanz eines sich ankündigenden Tages dringt zaghaft zu mir durch, dargeboten, um erfahren, erlebt zu werden. Eine liebevolle Einladung zur Zuwendung und freudigen Bejahung einer unbeschädigten Möglichkeit. Bedächtig sich vollziehendes Wachwerden wird mir den Zugang für das Heute öffnen, mir erlauben, nach sachtem Anstieg, jenes allmählich vergehende Traumgespinst von gestern hinter mir zu lassen. Der erwachende Tag wird mir den Weg in unbekannte Richtungen weisen und eine Welt von Möglichkeiten erschließen. Sein Erwachen…
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Jonathan
Ein wenig Jonathan zu sein und mutig die Brücke zu übernehmen. Sich vorzustellen, dass man tatsächlich Gewalt über eine Sache hat, die um so vieles größer als man selbst erscheint. Sich der kühnen Vision hingeben, dass man ein gigantisches Schiff zur vollkommenen Freiheit über einen mächtigen Ozean steuert. Du bist in der Vision zum Kapitän eines Schiffes geworden und verstehst allmählich, dass es dein eigenes Schiff ist, welches du durch den Fluss des Lebens steuerst. Zu lange hast du dich von deinen Bedenken beherrschen lassen, klein geredet, klein gedacht, warst eingeschüchtert und verängstigt in deiner Opferhaltung verloren gewesen. Aber irgendwann…
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Reise in die Phantasie
Auf meiner Reise in die Phantasie darf ich alles sein, was ich will. Ich darf einen Traum in meinem Traum leben und mir, ohne einen Anflug von Schuld, ein strahlendes Königreich am Ende des Weges erschaffen. Am Ziel meines Weges, darf ich freudestrahlend leben und mir in der Welt meines Willens gefallen. Eine herrliche Welt, in der meine Gesetze herrschen, ich mich unter meinesgleichen befinde und endlich die Schätze aufsammele, die mir auf dem steinigen Weg durch die Welt verloren gingen. Niemand fragt mich, wer ich bin. Ich darf dort einfach nur sein, ohne verletzt und gescholten zu werden. Im…