Fotobeiträge

  • Truth

    Truth

    Zu Anfang der schwierigen Zeit, in der Bisheriges infrage gestellt wurde, Angst in die Gesellschaft einzog, Menschen einander abwandten und Stellung gegeneinander bezogen, musste jeder eine persönliche Entscheidung treffen. In dieser Zeit entdeckte ich das Wandern für mich, da es mir die Möglichkeit bot, mich aus gesellschaftlichen Spannungen und Spaltungen zurückzuziehen und Frieden in der Natur zu finden. Wandern wurde zu einem Ritual und bot Orientierung. Bereits bei einer meiner ersten Wanderungen fiel mir in der Steinmauer eines abgeschiedenen Winzerweges ein mit weißem Farbstift beschriftetes Steinchen auf. „Truth“ war von unbekannter Hand auf das Steinchen geschrieben worden. Monat für Monat…

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  • Bedeutungsgebung

    Bedeutungsgebung

    Bisweilen spreche ich Dingen eine Bedeutung zu, welche sich anderen Menschen nicht sogleich erschließt. Entdecke ich einen für mich interessanten Sachverhalt, interpretiere ich hinein, was ich darin erkenne. Ein anderer mag die gleiche Betrachtung auf andere Weise wahrnehmen oder überhaupt nichts darin erkennen. Früher war es wichtig für mich, dass man meine Sichtweise verstand und in gleicher Weise betrachtete. Inzwischen habe ich gelernt, die Bedeutung nur für mich gelten zu lassen. Ich anerkenne sie als persönliche Bedeutung, die keineswegs die Bedeutung eines anderen Menschen sein muss. Wieder einmal werde ich hieran erinnert, als ich im Wald eine Steinformation entdecke, die…

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  • Vater aller Dinge

    Vater aller Dinge

    Der Glaube, Krankheit käme von außen, wäre Zufall oder Schicksal, dem man ausgeliefert sei. Der Glaube, man sei Opfer, trage keine Verantwortung für die eigene Krankheit. Der Glaube den äußeren Einflüssen hilflos ausgeliefert zu sein und zu meinen man müsse nur sorgsam Ausschau halten nach Bedrohungen im Außen. Als ich jenem Baum mit einer Geschwulst begegne, halte ich inne. Krankheit, denke ich, drückt sich im Außen als Symptom aus, doch die Krankheit als solche befindet sich im Innern. Symptom im Außen, offenbart Krankheit im Innern. Daran zu glauben, Krankheit sei innere Unordnung, sei durch Gedanken oder Gefühle ausgelöst, sei zuletzt…

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  • Zwischenzeit

    Zwischenzeit

    Alles scheint geradeaus zu laufen, voraussehbar und planbar zu sein. Verlässlich ist die Entwicklung vorangeschritten und es wird, fast wie in einem ekstatischen Rausch, ein Ziel nach dem anderen ins Auge gefasst. Dann jedoch kommt der Punkt, an dem ein Halt erzwungen wird. Ein Innehalten ist unvermeidlich, die angestrebte und erwartete Entwicklung scheint zu enden. Die Zeit einer persönlichen Neuorientierung ist gekommen. Es darf sich gefragt werden, wie die weitere Reise aussehen soll. Gerade verlaufende und ungestörte Entwicklungslinien lassen sich nicht erzwingen. Sie verlaufen nicht in gerader Linie bis in alle Ewigkeit. Irgendwann wird jeder aufgefordert, inne zu halten und…

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  • Mimikry

    Mimikry

    Keineswegs aufzufallen, sich zurückhaltend auszudrücken, vornehm in seiner Umgebung eingepasst zu sein. Besteht ein solches Bedürfnis nicht bei vielen von uns? Aber bedeutet es nicht zugleich auch Selbstaufgabe? Manche Lebewesen verbergen sich aus Eigenschutz, andere aus Bequemlichkeit. Unauffällig leben zu wollen heißt übersehen zu werden, keine Achtung und Beachtung zu finden, unbemerkt verloren zu gehen. Selbstschutz wird irgendwann zu Entfremdung und Isolation im eigenen Selbst. Aus Furcht entsteht der Schmerz der Einsamkeit. Man sollte sich darüber klar sein, wie man zu leben gedenkt. Warum man Schönheit verbirgt, um zu glauben unangreifbar zu sein.

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  • Herzstärkung

    Herzstärkung

    Mir wird geschmeichelt, als ich in dieser wolkenverhangenen Zeit einer zärtlichen, wohltuenden Offenbarung begegne. Frühlingserwartungen werden geweckt, wallen sogleich in mir auf. Wohlgewogen schaue ich zu dieser Ermunterung, welche sich mir arglos anbietet. Jener zärtliche Hauch Farbe, beglückt mein Gemüt, verführt mich zum sinnlichen Genuss. Kaum dass ich mich dieser verführerischen Lockung hingebe, fühle ich Unbeschwertheit aufsteigen. Was ein klein wenig Farbe in der Tristesse bewirkt. Wie wenig man braucht, um sich von einem Moment auf den anderen wohl zu fühlen.

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