Fotobeiträge

  • Wanderlust

    Wanderlust

    Bei wohltuendem Schweigen nachzudenken und sanftmütig zu träumen, während ich mir meinen Weg durch die Natur bahne und den Zwiegesprächen der Vögel lausche. Wo, wenn nicht auf meinen einsamen Wegen, darf ich mit mir selbst im Reinen sein und Selbstgespräche führen? Bei was kann ich jenes weitgestrickte Gedankenwirrwarr in meiner Gedankenwelt ordnen? Zu Wandern ist eine taktvolle Tätigkeit. Jener gleichmäßige Schritt, bei dem ich in die Meditation entschwebe und mich zugleich meiner Schwere enthebe. Lauschend, offenen Sinnes, durch die Natur zu wandern, ist für mich der Weg, mir nahe zu sein. Beglückende Routen, die von mir entdeckt werden, Plätze der…

    Weiterlesen

  • Gratwanderungen

    Gratwanderungen

    Nicht selten wandeln wir auf so manchem Grat. Oft sind uns unsere Wege nicht bewusst. Hinterher stellt sich heraus, dass wir arglos einen schmalen Grat beschritten. Ich steige bergan, bedacht, auf meinem Weg zu bleiben. Als ich oben anlange, halte ich inne und blicke zurück. Erst jetzt fällt mir auf, dass ich auf einem Grat gewandelt bin. Auf Graten wandeln wir durchs Leben und denken uns nichts dabei. Kaum aber machen wir einen verhängnisvollen Schritt, sagen ein falsches Wort, machen eine unüberlegte Bemerkung, eine Geste, eine Bewegung und schon . . . Wie gut es sich anfühlt, wenn wir einen…

    Weiterlesen

  • Traum im Traum

    Traum im Traum

    Was, wenn diese Welt eine computergenerierte Matrix ist, eine fortschrittliche Computersimulation, in der ich die Welt durch meine Wahrnehmung erschaffe? Was, wenn mir in einem angenehmen Schlaf nichtsahnend eine Wahrnehmungsschablone aufgesetzt wurde, mit deren Hilfe ich durch Verwendung eines Ego eine Welt konstruiere und sie dabei als etwas von mir Getrenntes wahrnehme, nur um in dem simulierten Traum mein eigenes Leben erleben zu können? Was, wenn die Welt ein Datenfeld ist und ich den Traum meiner weltlichen Existenz durch das entsprechende Ordnen des Datenfeldes erschaffe? Was, wenn die Wirklichkeit ganz anders ist und ich bloß in der Illusion einer physischen…

    Weiterlesen

  • Eine andere Art von Explosion

    Eine andere Art von Explosion

    Jene beglückende Zeit, wenn im Frühling die Natur vor meinen Augen explodiert, wenn jede Wanderung für mich zum Abenteuer einer sich freudig verändernden Welt wird. Was zuvor unwohnlich und glanzlos erschien, wird zu einem Freudenfest der Farben. Zahllose Blüten wagen sich verspielt hervor und kurz ist für mich noch einmal ein bedächtiges Innehalten zu spüren. Lebendiges Grün, das sich zaghaft ankündigt, bevor alles von ihm durchdrungen wird und eine prächtige Pflanzenwelt sich den Raum erschließt. Tiere und Insekten kehren aus ihren Verstecken in die natürliche Umgebung zurück und vergnügen sich vor mir in munterem Treiben. Zeitgenosse einer transzendenten Explosion zu…

    Weiterlesen

  • Ahnenkult

    Ahnenkult

    Es treibt aus, . . . auf den Überresten des Vergangenen. Zielstrebig wächst neues Leben heran, wendet sich beherzt dem wärmenden Sonnenlicht entgegen. Alles Abgestorbene löst sich in seine Bestandteile auf und geht aus dem Leben. Staub wird zu Staub, indem Leben aus ihm entsteht, das zu Staub wird, in jenem Schauspiel ewiger Wiederkehr. Ich verweile bei diesem Anblick und gedenke demütig der Ahnen, auf deren Schultern ich stehe. Aus ihrer Mitte wurde ich auf die Reise durchs Leben geschickt, um mich darin als Staub begreifen zu dürfen. Am Ende des schweigenden Gedenkens mache ich mich wieder auf den Weg…

    Weiterlesen

  • Gedankenweltchaos

    Gedankenweltchaos

    In meinem Kopf wechseln sich Gedanken ab, widersprechen und negieren sich. Manch gedanklicher Standpunkt scheint sich zu verändern, Gedankenvernetzungen zu verschieben, ohne dass ich mir dessen bewusst bin. Gedanken schieben sich unter Gedanken, einer verdrängt den anderen, dazwischen aufkeimende und brüchige Zweifel im nimmermüden Wegdrücken von Gedankenstrukturen. In der Welt meiner Grübeleien herrscht latenter Zwist und Unruhe, unkontrollierbare Verselbstständigungen, wenngleich sie gefestigt erscheinen. Auf diesem Feld bewege ich mich wohlerwogen, sorgsam darauf bedacht, dass es nicht an Festigkeit verliert oder ins Rutschen gerät. Jene fragile Ordnung könnte jederzeit erschüttert werden und in Bewegung geraten. Ein Halten gibt es dann nicht…

    Weiterlesen