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Ahnenkult
Es treibt aus, . . . auf den Überresten des Vergangenen. Zielstrebig wächst neues Leben heran, wendet sich beherzt dem wärmenden Sonnenlicht entgegen. Alles Abgestorbene löst sich in seine Bestandteile auf und geht aus dem Leben. Staub wird zu Staub, indem Leben aus ihm entsteht, das zu Staub wird, in jenem Schauspiel ewiger Wiederkehr. Ich
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Gedankenweltchaos
In meinem Kopf wechseln sich Gedanken ab, widersprechen und negieren sich. Manch gedanklicher Standpunkt scheint sich zu verändern, Gedankenvernetzungen zu verschieben, ohne dass ich mir dessen bewusst bin. Gedanken schieben sich unter Gedanken, einer verdrängt den anderen, dazwischen aufkeimende und brüchige Zweifel im nimmermüden Wegdrücken von Gedankenstrukturen. In der Welt meiner Grübeleien herrscht latenter Zwist
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Truth
Zu Anfang der schwierigen Zeit, in der Bisheriges infrage gestellt wurde, Angst in die Gesellschaft einzog, Menschen einander abwandten und Stellung gegeneinander bezogen, musste jeder eine persönliche Entscheidung treffen. In dieser Zeit entdeckte ich das Wandern für mich, da es mir die Möglichkeit bot, mich aus gesellschaftlichen Spannungen und Spaltungen zurückzuziehen und Frieden in der
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Bedeutungsgebung
Bisweilen spreche ich Dingen eine Bedeutung zu, welche sich anderen Menschen nicht sogleich erschließt. Entdecke ich einen für mich interessanten Sachverhalt, interpretiere ich hinein, was ich darin erkenne. Ein anderer mag die gleiche Betrachtung auf andere Weise wahrnehmen oder überhaupt nichts darin erkennen. Früher war es wichtig für mich, dass man meine Sichtweise verstand und
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Vater aller Dinge
Der Glaube, Krankheit käme von außen, wäre Zufall oder Schicksal, dem man ausgeliefert sei. Der Glaube, man sei Opfer, trage keine Verantwortung für die eigene Krankheit. Der Glaube den äußeren Einflüssen hilflos ausgeliefert zu sein und zu meinen man müsse nur sorgsam Ausschau halten nach Bedrohungen im Außen. Als ich jenem Baum mit einer Geschwulst
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Zwischenzeit
Alles scheint geradeaus zu laufen, voraussehbar und planbar zu sein. Verlässlich ist die Entwicklung vorangeschritten und es wird, fast wie in einem ekstatischen Rausch, ein Ziel nach dem anderen ins Auge gefasst. Dann jedoch kommt der Punkt, an dem ein Halt erzwungen wird. Ein Innehalten ist unvermeidlich, die angestrebte und erwartete Entwicklung scheint zu enden.