Fotobeiträge

  • Wegweisungen

    Wegweisungen

    Wohin wird mein Weg mich führen, wenn ich mich treiben lasse und dem Leben vertraue? Wird sich mir am Ende mein Weg offenbaren? Wegweisungen geschehen nicht selten unbewusst, entspringen gewagten Träumereien. Ich spüre in meinem Traum, dass ich vom Leben beschützt und behütet werde, auch wenn es der Verstand nicht versteht, da er die verborgenen Wegweisungen des Lebens nicht erkennt. Wegweisungen finden sich auf mannigfachen Ebenen, sie verlangen, gefühlt zu werden. Betrachten wir sie mit liebevollem Blick, reifen sie zur Weisheit heran. Im Treibenlassen stelle ich mir Wegweisungen vor, denen ich im guten Glaube folge. Das Leben meint es gut…

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  • Komfortzone

    Komfortzone

    Hier fühle ich mich wohl. Alles scheint mit mir abgestimmt zu sein. Von meinem jetzigen Standort mag ich mich nicht entfernen, mag nicht weiterziehen in eine unvertraute Fremde, denn hier fühle ich mich im Einklang mit mir. Wegzugehen würde mir ein Unbehagen bereiten. Ginge ich von hier fort, wäre es so, als würde ich den Bezug zu mir und zu meiner Umgebung verlieren, als löse sich eine Verbindung auf. Der Einklang mit mir wäre zerstört. Aber weil ich verbleibe, entwickle ich mich nicht. Es gibt keine Herausforderung für mich. Alles bleibt beim Alten, bleibt mir vertraut und bindet mich. Weswegen…

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  • Haltlos

    Haltlos

    Die Klarheit und Geradlinigkeit ist verloren gegangen und hat mich fragend zurückgelassen, damit ich mich und die Welt noch einmal neu entdecke. Verzweifelt und ängstlich versuche ich das Alte zu bewahren, obwohl es mir auf merkwürdige Weise verschoben erscheint. Künstlich. Verzerrt. Unklar und ungerade. Aufreibend. Fahrig. Beunruhigend und ungeordnet. Wohin verläuft von nun an die Richtung meines Lebens? Was ist aus meinen ursprünglichen Plänen geworden, nach denen ich einst zielbewusst strebte? Wo werde ich Gewissheiten und Gründe finden, mich nicht noch einmal zu verirren oder irrend ins Vage abzugleiten? Wo ist die Harmonie in der bewusst gewordenen Haltlosigkeit meiner Wahrnehmung,…

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  • Nervosität

    Nervosität

    Ich schrecke aus meinem Traum auf. Beharrliche Sorgen- und Angstgestalten grüßen mich. Früh am Morgen drängen sich die Unheilsverkünder in meine unausgeschlafene Aufmerksamkeit, um zu zeigen, dass die Welt in Fraglichkeit und Unfriede erstrahlt. Angst und Besorgnis, die sich aus der Unruhe erheben. Ein vertrauter Traum, der mich schon lange verfolgt und erneut in Schrecken versetzt. Warnung oder Mahnung? – Erinnerung und Vorausschau. Das Gewahrsein verläuft sich aus dem Jetzt, ins Nachdenken. Wird zum Impuls, zum Hadern; ein Verlaufen aus der Realität des geeinten Jetzt ins erinnerte und erwartete Gedachte. Gespaltenes Betrachten im bewussten Gespaltet sein. Die Angst und die…

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  • Auslegung

    Auslegung

    Bisweilen entstehen durch gewagtes Denken überraschende Fragestellungen, die vertraut gewordene Anschauungen auf den Kopf stellen. Selbstverständlichkeiten verlieren ihre Selbstverständlichkeit. Existiert dieser Baum, wenn ihn niemand betrachtet? Existiert der Baum außerhalb oder innerlich als Betrachtung gedachter Gedanken? Sieht ein anderer Betrachter denselben Baum oder sieht er ihn in andersartiger Weise? Gibt es überhaupt eine Welt außerhalb von mir oder befindet sich meine Welt nur in meinem Inneren und ich verlege sie durch das Denken aus dem Inneren ins gedachte Außen? Gibt es womöglich keinen anderen Betrachter außer mir? Wenn alles um mich herum nichts anderes sein sollte, als von mir gedachte…

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  • Vor – Stellung

    Vor – Stellung

    Scheinbar lineare Realitäten ändern sich früher oder später, denn Veränderung ist das Fundament unserer vorgestellten Welt. Es ist eine ausgedachte Vorstellungswelt, die uns zwar verlässlich und sicher erscheint, in Wirklichkeit allerdings auf Täuschung und Unsicherheit basiert. Bestehendes verwandelt sich ins Gegenteil; vertraute Formen verändern sich, weisen uns immer wieder unterschiedliche Standpunkte zu. Veränderung im Innern zieht Veränderung im Äußeren nach sich und umgekehrt. Nur der Kern, jenes tiefer liegende Sein, bleibt von der Veränderung unberührt. Jenes sich beständig umwandelnde Dasein ist das Spielfeld des Verstandes, das Sein hingegen die unwandelbare Heimat des Geistes, aus der heraus er sich seine wandelbare…

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