Jedes Warten findet früher oder später ein Ende, weil Zeitlichkeit gedanklich geschaffen ist und das Warten sich in jenem Augenblick verflüchtigt, in dem die geistige Ära der Heiligsprechung beginnt.
Das gedanklich Zusammengezogene weitet sich in die geistige Unendlichkeit aus. Vorgestelltes löst sich im hereinströmenden Geist auf und erfüllt sich in sich selbst, denn es war für das Zeitliche bestimmt.
Die einfließende Energie vertreibt die Zeit der Selbst- und Fremdbegrenzung. Ein Fluss von Wahrhaftigkeit in die trügerische Illusion klärt die alte Welt und lässt eine andere Welt aus sich heraus entstehen.
Erkennen lebt im Vertrauen und nimmt sich als Unendlichkeit im Unendlichen wahr, durchschaut alle Illusionen der Beschränkungen, in denen es verstrickt ist und erschafft das Warten in der Erwartung.
Zeit dehnt sich aus, ehe sie sich auflöst und alle Ketten der Gefangenschaft sprengt. Das Erkennen erfährt sich lebendiger, als es je zu denken wagte, da der Verstand zuvor seine Grenzen bestimmte.
Der Verstand verstand, den Denkenden in Kleinheit zu halten, ängstlich in der Angst, innerhalb des Zeitlichen eingefangen. Doch des Verstandes wirkende Zeit läuft im Heraufziehen des Erkennens ab.
Das Herz öffnet sich der einfließenden Energie, in der die Bestimmung auf es wartet. In Liebe segnet es den Erkennenden, der sich als Erkenntnis erkennt und zu vollenden strebt.
Erkenntnis der Erkenntnis, die erkennt, dass sie Erkenntnis ist; die erkennt und im Erkennen zur Anerkennung wird. Eine Selbstbespiegelung, um in sich alles Gespiegelte zum eigentlichen Selbst zu machen.
Das Geheimnis liegt im Innern, auch wenn es im Außen zu liegen scheint. Im Innern offenbart es sich, weil es im Erkennen zur Bewusstheit wird und als Glaube aufersteht.
Als dankbare Erkenntnis um des Glaubens willen.
Wenn der Erkennende aus dem Gralsgeheimnis schöpft, heilt und heiligt er das Warten in der Erwartung, erkennt sich als der Dankende, der sich beim Erkennen seiner Dankbarkeit über sich bewusst zu werden beginnt.
Glaubensbegegnung in der Erkenntnis dessen, was sich im Inneren verbirgt. Als wohlmeinende Schau ins Innere, weg von der Erwartung, hin zum ewigen Sein.
In Gegenwart des vergessenen Selbst, aus dem heraus alles sich glaubend neu erschafft.
