Die zielorientierten Schritte des Wanderers sind schleppend geworden. Hier und da hält er inne und schaut sich nachdenklich um. Müde verspürt er seine trübe Abgeschlagenheit, die sich heimlich in seine Gliedern einschlich.
Auch seine Gedankenspiele verstummen und lassen eine verschwommene Gleichgültigkeit zurück. Die sorgsam bewahrte Erinnerung betrübt sich, blitzt jedoch hin und wieder in einer flüchtigen Entfernung auf.
Das Ende der einst hoffnungsvoll begonnenen Reise erscheint ihm greifbar nah. Ermutigungen und Erwartungen tragen keine Früchte und kommen ihm wie gefällige Selbsttäuschungen vor.
Die gutmeinende Intuition, die ihn treu und ergeben durch sämtliche Irrungen und Wirrungen führte, besteht fort und lässt ihn als nachdenklichen Träumer in gelassener Zufriedenheit zurück.
Ihm konnte niemals etwas auf seiner Lebensreise passieren, weil er behütet und bewahrt in seinem Traum gewesen ist, den er als gelebte Individualität verstand. Im Vertrauen darauf, jedes Mal den richtigen Weg einzuschlagen.
Alles findet irgendwann sein Ende, um vor sich selbst genügen zu können, damit es demütig und mit Würde angeschaut wird und man für sich bekennt: „Es ist vollbracht . . . und es ist gut so, wie es ist!“
Am Ende beginnt ein Neuanfang. Was mit Freude sein Ende annimmt, scheint aus sich selbst heraus. Das Ende bedeutet einen Wandel, der sich leuchtend aus dem Vorangegangenen herausbildet und etwas Neues erschafft.
Als Licht, das aus der Düsternis hervorgeht. Aus dem Unwissen aufsteigend, zur Erkenntnis strebt. Über die Ebenen geistiger Erweiterung hinweg, durch Dimensionen zur Unendlichkeit und Zeitlosigkeit.
Alles war größer als gedacht, auf jener individuellen Reise, die ein gewählter Weg durchs Leben war. Ein persönlicher Bewusstseinsweg, welcher zu sich selbst führte und mit Mut gegangen wurde.
Das Ende stellt sich als ein neuer Anfang dar, der sich für einen neuen Weg entscheidet und alles von vorn beginnen lässt. Als Weg, der anderen Wegen folgt, um den Wanderer zu einem anderen Ende zu führen.
Zu einem Ende, das sich in jeder weiteren Selbsterkenntnis nurmehr als ein weiterer Neuanfang versteht.
