Alles ist seiner Natur nach von gleichem Wert, obgleich uns das eine mehr und das andere weniger wertvoll erscheint.
Wertigkeit wird bei der Betrachtung durch die Persönlichkeit und die Art der Gesinnung bestimmt.
Was ist für mich in meinem Leben und meiner Erfahrung wertvoll, mag ich mich bei mancher Betrachtung fragen.
Bringt es mich auf meinem Weg im antreibenden Räderwerk des Miteinanders voran? Kann es mir zu einem gesellschaftlichen Aufstieg von Nutzen sein? Verschafft es mir einen Vorteil gegenüber anderen Menschen? Beschert es mir ein wohltuendes Vergnügen, Reichtum oder bringt es mir Erleichterung in meinen Kümmernissen? Lässt es mich vielleicht moralisch über andere Menschen stehen?
Diese Fragen mag ich mir ein andermal stellen.
Alles ist seiner Natur nach neutral. Doch wird einer Tatsache durch mich und mein Urteil, in dem Moment der Betrachtung, ein Wert zugesprochen. Es muss darum für mich (zukünftig) zu dem werden, was ich aus ihm durch meine Bewertung gemacht habe, denn ich wurde dazu geschaffen, Schöpfer meines Lebens zu sein.
Ich wurde in diese Welt hineingeboren, um verantwortlich für meine Welt zu sein, verantwortlich für die durch mich getroffenen Wertungen. Durch meine Wertungen rufe ich Zuneigung oder Abneigung in mir hervor, betrachte insgesamt entweder eine gute oder eine böse, weniger eine neutrale Welt.
Das Betrachtete ist durch meine Wertung zu Silber oder Gold geworden, je nachdem, für was ich es erachtet habe.
Diese Welt ist weder gut noch schlecht. Sie ist vielmehr das, was sie ist und sie wird in jedem Moment meines Lebens durch mich zu dem gemacht, was ich in ihr urteilend zu erkennen glaube, indem sich mein inneres Wesen durch Liebe oder Hass in dieser meiner Welt durch Verkörperung ausdrückt.
Meine gegenwärtige Welt ist nichts anderes, als die von mir in der Vergangenheit – aus Urteilen – hervorgebrachte Welt, die ich in diesem Moment betrachte und über die ich jetzt mein Urteil für die Zukunft abgebe.
Zukunft wird heute gemacht. Entweder aus Silber oder aus Gold.
