Autor

Mein Name ist Oliver Will. Ich befinde mich im beruflichen Ruhestand und lebe im Rheingau.

Regelmäßig bin ich in meiner Heimat unterwegs und finde bei meinen Exkursionen bemerkenswerte Motive für meine Fotografien.

Ich pflege keine Fotos zu stellen oder vorgefundene Gegebenheiten zu arrangieren. Gewiss werden von mir manche Bilder nachbearbeitet, doch die Situationen als solche werden von mir so festgehalten, wie ich sie bei meinen Wanderungen vorfinde.

Ich bin vor allem um die Perspektive bemüht.

Im Lauf meiner damaligen beruflichen Tätigkeit erhielt ich Einblicke in viele Bereiche des menschlichen Lebens. Lebensfragen drängten sich mir auf und verlangten nach Antworten. Der Geist leitete mich, zu lernen und das Leben zu verstehen.

So holte ich – parallel zu meiner beruflichen Tätigkeit – auf dem Abendgymnasium Wiesbaden das Abitur nach und studierte Philosophie an der Universität Mainz.

Jenes nebenberufliche Philosophiestudium verstand ich vor allem als leidenschaftliches Hobby, welches mir sämtliche Freiheiten beim Studieren verschaffte.

Das Philosophiestudium schloss ich nicht ab, da mir meine philosophischen Fragen an der Universität nicht beantwortet wurden. Gleichwohl studiere ich die Philosophie bis zum heutigen Tag weiter.

Vor allem versuche ich, durch das Leben zu lernen, durch eine aufmerksame Betrachtung, durch eine bewusste Empfindung bei allem, was mir in meinem Leben begegnet. Ich versuche das freudvolle Streben nach Weisheit, nach tieferem Verstehen des Lebens und seiner Ausdrücke, zu pflegen.

Das kindliche Staunen über das Leben um mich herum, in all seinen Facetten wie auch eine unstillbare Neugier leben in mir und sind Teil meiner Persönlichkeit.

Das menschliche Leben, jede Art der Wahrnehmung von Welt, die faszinierende Erfahrung von Natur, die „zufälligen“ Eindrücke in jedem persönlichen Lebensweg, der tiefere Einblick in sämtliche Lebens- und Daseinsverhältnisse, wie auch die hieraus entstehende Philosophie, sind für mich Herzensangelegenheiten.

Ich lernte das Leben zu lieben, weil ich erfahren durfte, dass das Leben mich liebt.

Diese Erfahrung war die fundamentale Erkenntnis meines Lebens.

Ich hoffe dieser Geist wird in meinen Bildern ausgedrückt.

“Wir leben in dieser weltlichen Polarität, um zu lernen, (wirklich) zu lieben.”

Meine Intention

Menschen an meiner künstlerischen Tätigkeit teilhaben zu lassen.

Dem Betrachter aufzuzeigen, dass philosophische Wahrheiten in unmittelbarer Nähe jedes Lebens zu finden sind, auch und gerade im banal Erscheinenden.

Faszinierende Anregungen gehen von Naturbetrachtungen aus. In ihnen zeigt sich das Göttliche in seiner vollkommenen Güte und Klarheit.

Natur steht jedem zu jeder Zeit offen und ist gegenwärtig. Sie steht in unendlich vielen Facetten vor dem aufmerksamen Betrachter, als Ausdruck universaler Ordnungsprinzipien. In der Begegnung mit der Natur kommt man sich selbst am nächsten. Folglich kann man in der Naturbegegnung lernen, das Leben und sich selbst zu verstehen.

Jedem Menschen offenbart sich letztlich die Welt, nach welcher er – ob bewusst oder unbewusst – in seinem tiefsten Innern verlangt. Es liegt an jedem Menschen selbst, zu erkennen, welche Art von Welt er zu erfahren verlangt und welche er – aufgrund des Gesetzes von Ursache und Wirkung – erfahren muss, weil sie Ausdruck seiner selbst ist.

Ich möchte jeden aufgeschlossenen Menschen dazu ermuntern, die Welt in seinem unmittelbaren Lebensbereich mit Interesse und Offenheit zu erkunden, um sich ihr in Liebe zuwenden zu können.

Wir können nur in einer Welt der Liebe leben, wenn wir selbst anfangen, die Welt zu lieben.

Welt beginnt bei uns selbst. Bei unserem Empfinden wie auch durch die Betrachtung, mit der wir unsere Welt immer wieder erschaffen. Wir erhalten – als erschaffende Wesen – immer das zurück, was wir zuvor gegeben bzw. erschaffen haben.

Meist geben wir unbewusst das „Falsche“ und erhalten zwangsläufig das „Falsche“ zurück, welches wir dann allzu rasch für unser Schicksal halten und worunter wir – in Unwissenheit gefangen – leiden.

Diese fundamentale Tatsache zu verstehen, halte ich für das großartigste Geheimnis dieser Welt.