Lebensbaum

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Dem Himmel entgegenstrebend. Aus dem Tod wachsend und die Bedingung der Vergänglichkeit willkommen zu heißen.

Die lichtvolle Kraft zieht das Leben auf mystische Weise zu sich empor. Eine Strebung zum Heimkommen, zur angestrebten Wiederkehr in die verlassene Heimstadt, als Ziehen des Stromes lichtvoll aufsteigender Energie.

Das abgestorbene Astwerk eines Baumes reckt sich inmitten der Landschaft noch immer dem Licht entgegen und weist dem Lebensstrom seinen Weg.

Das Tote als Anker und Aufstiegsleiter des Lebens.

Was im gegenwärtigen Augenblick die Zeichen seiner Zeit erkennt und auch annimmt, fordert sie für sich.

Das Leben nutzt den Tod zum Emporstreben und wächst aus ihm heraus.

Gegensätze verbinden sich und führen zur Einheit. Aus dem Tod erhält das Leben Bedeutung, wie der Tod aus dem Leben Bedeutung erhält.

Was sich miteinander verbindet und im Widerstreit auflöst, verwirklicht sich für einen gemeinsamen Zweck.

Gemeinsam verbunden, um zu leben, . . . zu überleben und dem Tod einen Sinn zu geben.

Aus dem Tod das Leben zu feiern, um die Bedingung des Lebens zu sein.

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