Ich sehne mich danach, aufzusteigen und mich weiterzuentwickeln. In meiner Sehnsucht sehe ich mich bewusst einen Schritt vor den anderen setzen und hoffnungsvoll auf höher liegende Gefilde zuschreiten.
Abends betrachte ich den ausklingenden Tag und füge ihn meinem Leben hinzu. So entsteht nach und nach das Mosaik meines Lebens, das mit jedem weiteren Schritt umfangreicher wird und als unvollendetes Kunstwerk vor mir steht.
Ich arbeite seit meiner Geburt an meinem Lebensmosaik, ohne es in seiner Komplexität verstehen zu können, da es noch nicht abgeschlossen ist.
Als Lebenskünstler verstehe ich mich, der sein Leben als Kunstwerk gestaltet und sich bei der Arbeit befindet. Sämtliche Schritte werden unweigerlich zu meinem mir eigenen Ich.
Seit jeher bin ich aufgestiegen und strebe zu jenem schicksalhaften Tag hin, an dem die letzte Treppenstufe erreicht sein wird und ich mich dem Licht der Ewigkeit übergebe.
Den Licht, in dem mein künstlerisch gestaltetes Leben aufgeht und ich es als abgeschlossene Mission betrachten kann.
Jede einzelne Treppenstufe wird ein Abschluss gewesen sein, ein Schritt zur Vollendung meines Lebens.
Bin ich mir bewusst, dass ich gerade jetzt einen Schritt auf die heutige Stufe setze? Einen Schritt, der mir irgendwann als ein Teil meines Lebensmosaiks erscheinen wird.
Als Lebenskünstler, der Tag für Tag an seinem Kunstwerk arbeitet, auf dass er irgendwann sich selbst darin lesen und erkennen wird.
Wenn auch heute wieder das Tagewerk meines Lebens getan wird.
Im Stundentakt, . . . Minutentakt, . . . Sekundentakt . . .
