Zeitfaktor

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Wir halten uns selbst in der Zeit fest. Sorgsam eingehegt, nachgerade von uns selbst weggeführt und verführt.

Das unbewusste Selbst führt sich von sich selbst weg.

Das Gitter des Gefängnisses besteht aus berechenbaren und vergleichbaren Zeiteinheiten, an die der Verstand uns bindet. Ein vom Verstand ausgerollter Zeitfaktor, in dem die geistige Existenz auf materieller Ebene stattfindet.

Die Zeit bewirkt lineare Beschränkung. Wir legen uns auf eine zeitliche Größe fest. Unsterblichkeit wird zur Sterblichkeit, Größe zur Kleinheit.

Alles wird durch den gedachten Gedanken auf einen chronologischen Punkt fokussiert, um die vorgestellte Existenz zu stabilisieren.

Insofern ist die Selbsttäuschung in sich logisch und gefestigt.

Der vorgestellte lineare Zeitverlauf ermöglicht Bewegungen, während er die Einschränkungen auf einen winzigen Punkt in der Existenz fixiert.

Durch die Zeit zur Kleinheit gezwungen. In ihr genötigt, die eigene Größe zu vergessen.

Unbewusste, im Zeitfaktor gefangene Riesen, die glauben, dass sie Zwerge sind.

Der Zeitfaktor als Illusion einer Welt, auf der alle anderen Illusionen dieses Lebenstraumes basieren.

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