Wer denkt meine Gedanken, wer fühlt meine Gefühle? Bin ich wirklich das Ich, das ich glaube zu sein? Bin ich das, als was ich mich in dieser Welt erachte?
Wer handelt, wenn ich handle? Wer geht die Wege, die ich zu gehen scheine? Wer verfolgt all die Ziele, zu denen ich hinzustreben glaube?
Jenes mir einst vertraute Ich ist mir fraglich geworden. Es scheint, als wäre ich nicht mehr das, was ich zu sein vermeine.
Immer häufiger erscheine ich mir fremd. Ich betrachte mich immer öfter als etwas, das es nicht zu geben scheint und nicht mehr an sich zu glauben vermag.
Mit meinen Gedanken steigen existentielle Zweifel und Fragen auf. Ich nehme diese Zweifel wahr, während ich mich frage, wer sie wahrnimmt.
Ich frage mich sogar, ob ich mich wirklich selbst frage.
Bin ich noch jenes Ich, das sich einst zu verstehen verstand und noch immer daran glauben will, dass es als Ich im Leben steht?
Eine weitverzweigte Fragwürdigkeit hat sich tief durch mein Bewusstsein gesponnen.
Führen mich meine zweiflerischen Fragen im Kreis herum?
Wer wird von wem besetzt? Besetze ich mein Ich oder werde ich von einem Ich besetzt, welches ich als mein Ich wahrzunehmen glaube?
Stellt sich die geglaubte Wahrheit als trügerisch heraus? Hege ich sämtliche Gedanken und Zweifel zu Recht oder beruht mein gesamtes Leben auf einem Besetzungsgedanken, den ich . . . ?
Ich . . . ?
Was kann ich wissen, wenn jenes Ich, das ich zu sein dachte, nicht mehr an sich selbst glaubt?
Ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber ob, ich das weiß, weiß ich nicht, da mir das Ich abhanden gekommen zu sein scheint.
