Hier fühle ich mich wohl. Alles scheint mit mir abgestimmt zu sein.
Von meinem jetzigen Standort mag ich mich nicht entfernen, mag nicht weiterziehen in eine unvertraute Fremde, denn hier fühle ich mich im Einklang mit mir.
Wegzugehen würde mir ein Unbehagen bereiten.
Ginge ich von hier fort, wäre es so, als würde ich den Bezug zu mir und zu meiner Umgebung verlieren, als löse sich eine Verbindung auf.
Der Einklang mit mir wäre zerstört.
Aber weil ich verbleibe, entwickle ich mich nicht. Es gibt keine Herausforderung für mich.
Alles bleibt beim Alten, bleibt mir vertraut und bindet mich.
Weswegen sollte ich mich fortbewegen, erscheint doch alles mit mir abgestimmt, sich im Einklang mit mir zu befinden?
Inzwischen vergesse ich, dass es im menschlichen Leben um Weiterentwicklung geht. Nachgerade festzusitzen und dabei nicht loslassen zu können, lässt mich müde und träge sein.
Folglich bleibe ich erstarrt in meiner Befürchtung, mich nach vorn zu wagen und mich dem Leben und neuen Eindrücken zu öffnen.
Das Beharren in der Komfortzone wird zum Verlust: zu mir und dem Leben, welches hoffnungslos stagniert und erstarrt.
Ein stummer und trügerischer Verlust, welcher sich hinter den Schleiern des Verlässlichen verbirgt.
Die Bequemlichkeit hat mich absterben lassen, obwohl ich zu leben glaube.
Lebend gestorben, an meiner eigenen Unbeweglichkeit.
In der Komfortzone einer trügerischen Besinnlichkeit.
