Nervosität

Published by

on

Ich schrecke aus meinem Traum auf. Beharrliche Sorgen- und Angstgestalten grüßen mich.

Früh am Morgen drängen sich die Unheilsverkünder in meine unausgeschlafene Aufmerksamkeit, um zu zeigen, dass die Welt in Fraglichkeit und Unfriede erstrahlt.

Angst und Besorgnis, die sich aus der Unruhe erheben. Ein vertrauter Traum, der mich schon lange verfolgt und erneut in Schrecken versetzt.

Warnung oder Mahnung? – Erinnerung und Vorausschau.

Das Gewahrsein verläuft sich aus dem Jetzt, ins Nachdenken. Wird zum Impuls, zum Hadern; ein Verlaufen aus der Realität des geeinten Jetzt ins erinnerte und erwartete Gedachte.

Gespaltenes Betrachten im bewussten Gespaltet sein.

Die Angst und die Besorgnis finden über ihre Nachgedanken den Weg zu mir, machen mich aufmerksam und beschweren mich. Sie behelligen, um zu verdunkeln; sie verdunkeln, um zu erhellen.

Nachdem die Angst und die Besorgnis auf sich aufmerksam gemacht haben, träume ich den Traum des Gerechten weiter.

Einen Traum des Vergessens, in dem ich nicht länger fürchte, behelligt zu werden, um zu verdunkeln; in dem ich nicht mehr verdunkele, um darin erhellt zu werden.

Ein Traum, der alles vereint, was ich als Dasein verstehe.

Der Traum in einem Traum.

Previous Post
Next Post