Gehen ist mir zur Gewohnheit geworden. Es führt mich voran, allerdings zumeist ohne dass ich mir dessen bewusst bin.
Hin und wieder halte ich auf meinem eingeschlagenen Weg jedoch inne und frage mich, wohin er mich führen wird.
Weiß ich, was ich will und wohin mein Weg mich führt? Gehe ich unbewusst dahin, mutig darauf vertrauend, dass mich das Leben zum richtigen Ziel führt?
Gehen ist mir zur Gewohnheit geworden und ich gehe um des Gehens willen. Es ist Ausdruck meiner selbst, auf der Reise zu mir, die aus vielen Wegen besteht.
Zufällig, entschieden, gemieden, gefürchtet, lustvoll, freudig oder hoffend. Je nachdem, wozu ich mich in einer jeweiligen Laune entscheide. Weitergehend, vorübergehend, umgehend, entgegen gehend, begehend oder entgehend. Gerade, wie es mir gefällt.
Jeder Weg weckt Erwartungen in mir und ich lasse ihn nach einer Weile hinter mir zurück, um sogleich einen anderen Weg zu gehen.
Mein Leben ist eine Auswahl von Wegen, die mich nach und nach zu mir führen.
Lange habe ich das nicht erkennen wollen. Ich vergaß es und bin einfach nur gegangen.
Und doch war mein Leben vom ersten Tag an ein Gehen auf den Wegen zu mir selbst.
Denn durch das Gehen wird der Weg gemacht.
