Zu Stein gewordene Gedanken, die mir immerfort durch den Kopf gingen und mich allmählich an mir selbst zweifeln ließen. Figuren aus Stein, die sich in meiner Phantasie abzeichneten und ein eigenständiges Leben zu führen begannen.
Zu Stein war ich geworden, steinern lasteten die Gedanken auf meinem Leben. Zu Stein geworden in einer schwierigen Zeit, in der ich die Welt und ihre Menschen nicht mehr zu verstehen glaubte.
Irgendwann fand ich mich alleine im Nirgendwo wieder, mit meinen zu Stein gewordenen Gedanken wie auch mit den steinernen Figuren, die meiner Phantasie entsprangen und mit denen ich mich in Feindschaft wähnte.
Meine Gedanken hatten nichts mehr mit der Wirklichkeit zu tun. Sie waren Ausgeburten der Verzweiflung, in der ich mich nicht mehr verstand, weil ich mich nicht verstehen wollte.
Ich war in einer Facette des Denkens verlorengegangen und hatte mich aus den Augen verloren. Im Facettenreichtum des Lebens hatte ich mich für eine Facette entschieden, welche mich in der Verzweiflung festhielt.
Ein Leben besteht aus unendlich vielen Facetten, in denen uns dunkle und schwere Facetten auffordern, bewusst erlebt und anerkannt zu werden.
Mit ihrer Anerkennung eröffnen sich neue Sichtweisen, die uns auf andere Wege führen.
Jene Wege zu uns zurück, wiederentdeckt in jener zu Stein gewordenen Verzweiflung, für die wir uns entschieden, damit wir sie zurücklassen und die Steingedanken wieder flüssig werden.
