Im Jetzt wird eine Vergangenheit entworfen, auf dass sich beide Zeitebenen gegenüberstehen.
Sie beruhen auf einem Fundament von Überzeugungen, auf denen eine Lebensgeschichte niedergeschrieben und eine Zukunftsvorstellung arrangiert ist.
Eine Zeit wird gedanklich in die Zeit geschichtet, wodurch gedankliche Abstände innerhalb des Jetzt entstehen, sodass es alles umfasst und mittels Fiktion zurechtgebogen wird.
Über jede der Zeiten erhebt sich die Grenzenlosigkeit, in der sie sich aufheben und zur Komposition eines anderen Jetzt werden, innerhalb dessen sich die Vergangenheit verflüchtigt und in die Hoffnung und Befürchtung des Gegenwärtigen fließt.
Was ich sehe ist ewiger Kontrast der Zeit, den ich mir in meinem Denken gestalte und in dem ich mich eingebunden sehe.
Ein vorgestellter Zeitkontrast, der nicht wirklich ist, da ich ihn mir bloß denke.
Als eine Art der Selbsttäuschung.
