Gebet

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Im gefürchteten Tod zum ersehnten Himmel zu beten. In dem unweigerlichen Vergehen sich seiner selbst bewusst werden zu dürfen.

Im herankommenden Sterben neu zu entstehen und wieder zum Ursprung zurückkehren.

Jenes vertraute Leben stellte sich irgendwann als Gegenteil dar, als Widerspruch zu dem, was es einst bedeutete.

Das wahre Leben wartete geduldig, während es im falschen Leben übersehen wurde.

Sich im Gebet über den bedrohlichen Tod zu erheben und nach einem neuen Weg zu streben. Sich hinzugeben und sich Ängste, Sorgen und Schuldeingeständnisse zu vergeben.

Anzubeten, aus sich heraustreten, um bei sich einzukehren. Das Alte und Vergangene zurücklassen und sich jener Zeit zu besinnen, die niemals verlassen wurde.

Achtlose Gedanken erschufen einst eine Welt, die nunmehr vergeben wird.

In der Vergebung löst sich eine alte Welt auf und wird zur Begegnung mit der Ewigkeit, zur friedvollen Einkehr in das sehnsüchtig gesuchte Zuhause.

Im Gebet finde ich mich wieder, denn ich bete mich selbst an.

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