Martyrium

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Höllenqualen, die beharrlich erdrücken und in Stein gemeißelt erscheinen.

Ängste, welche sich aus befürchteten Erwartungen erhalten und eine Melancholie bewirken, entsprungen aus zahllosen entfesselten Gedanken.

So werden quälende Angstgedanken erschaffen, begründet und verstärkt durch sich selbst.

Jeder Angst liegen Gedanken zugrunde, die zur Befürchtung wurden und Raum für nichterfüllte Erwartungen erschufen.

Dieses angeschaute Bild der Angst drückt die Befürchtung aus, die durch Gedanken Raum gewann und zur erfahrbaren Realität wurde. Als ein Martyrium, das die Angst zu Stein erstarren ließ.

Wer dachte den ersten verhängnisvollen Gedanken?

Und wer ließ diesen ersten verhängnisvollen Gedanken zur Befürchtung und Erwartung heranwachsen?

Sich diese Fragen zu stellen, ist gleichfalls ein Martyrium. Es ist ein Erkennen der Selbstverantwortung und zugleich ein Funke, der eine Selbstbefreiung zu werden verspricht.

Ein Martyrium kann sich durch zuversichtliche Gedanken in helle Freude verwandeln, auf dass sie sich befreien und irgendwann wie in Stein gemeißelt erscheinen.

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