Lichttempel

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Gestaltendes Licht erfüllt den Raum vor mir, in dem mir mein eigenes Licht entgegenschaut. Friedfertig und in Dankbarkeit schaue ich dorthin, wo mir der gestaltende Lichteinfall einen Tempel errichtet.

Sehnsüchtig verfängt sich mein Blick in jenem Augenblick, in dem sich Raum und Zeit vereinen und eine lichterfüllte Illusion entstehen lassen.

Der lichterfüllte Tempel vergegenwärtigt sich inmitten meiner Vorstellung, in der Zeit und Raum korrespondieren und ein Menschenleben sich seiner selbst ansichtig wird.

Im träumerischen Glauben halte ich das Vorgestellte fest, um mir die Welt zu arrangieren und sie als Realität erscheinen zu lassen; geflissentlich darauf bedacht, sie zu bewahren und ihr Sinn zuzusprechen.

Der Tempel aus Licht erinnert mich an die Vergänglichkeit, die allen Dingen meiner Welt innewohnt. Denn alles wird durch meine Vorstellung erschaffen und verschwindet ohne sie.

Alles ist vergänglich, genau wie mein Glaube an die Inhalte meiner Welt, die ich mir vorstellend vergegenwärtige und die irgendwann unvorgestellt aus meiner Wahrnehmung fliehen.

Was ich ebenda vor mir wahrzunehmen glaube, gibt es nicht. Ich stelle es mir nur vor, wie ich mich mir selbst nur vorstelle.

Ein Tempel der Vorstellung erstrahlt für einen Augenblick und wird zu meiner Wahrheit, . . . ehe er wieder verschwindet.

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