Abgeerntet

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Die Ernte wurde eingeholt und erwies sich wieder einmal als üppig. Nacktheit und Kühle eines sich dem Ende zuneigenden Jahres wird Einzug halten und noch einmal eine Ahnung des Vergangenen erwecken.

Tage werden kürzer, Gedanken melancholischer, Hoffnungen und Sehnsüchte nach Ruhe und Wohlbehagen entstehen, im zunehmenden Schweigen eines verspielten Träumens.

Im Gleichmut beginnen sich die steilen Weinhänge zu erholen. Mancher Tag entledigt sich indes zögernd seiner Wonne und Erwartung, ehe er im Abendglanz zum Schweigen wird.

Gebändigt übergab die Natur dem menschlichem Verlangen, sammelt sich, um einzuschlafen, nachdem sie in der Hege und Pflege, Erwartungen erfüllt und Früchte für Freuden und Geselligkeiten aus sich gebar.

An diesem Tag strahlt die Sonne noch einmal herein, indem sich ein versonnen-ehrwürdiger Schimmer auf abgeerntete Hänge legt, als ein Abschied vom Geben, in leiser Erwartung einer Dankbarkeit.