Herbsttanz

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Der Herbst hält Einzug, der Sommer weicht zurück. Abende verlagern sich in den späten Nachmittag.

Zeit scheint dehnbar und flüchtig zu werden, als ich im Niemandsland des frühabendlichen, spätnachmittäglichen Sonnenlicht auf den verborgenen Pfaden dem Herbsttanz beiwohnen darf.

Da die Sonne bereits unterzugehen beginnt, erscheint mir der Tanz als Tanz gegen das Vergehen, spielerisch und durchs versiegende Sonnenlicht vor mir aufgeführt, ehe die Ruhe der kommenden Nacht und des herannahenden Winters Einzug hält.

Jeder tanzt auf seine Weise und für das, was am Ende des Tages und schließlich am Ende des Sommers auf ihn wartet. Ob der Tanz der letzte sein wird oder ob noch weitere folgen, bleibt für den Tanzenden ungewiss.

Im Jetzt tanzt er um des Tanzens willen.

Nach dem Tanz schleicht die Ruhe heran und in der Ruhe erwächst der Entschluss für einen neuen Tanz, . . . im Ringelreihen eines betrachteten spielerischen Herbsttanzes.

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