Aufforderung

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Liebevoll im behaglichen Abendwind wiegend, am Dasein labend, wild herangewachsen, in Entfaltung leuchtend. Eine natürliche Schönheit. Bezaubernd, wie sie mir im wildem Ungestüm und Freiheitsverlangen gegenübertritt.

Jene aufreizende Darbietung der Natur wird von mir nach kurzer Betrachtung zurückgelassen.

Kurz kam mir in den Sinn, dass ich jenes wilde Gewächs hätte abschneiden und mitnehmen können, doch wollte mich der Gedanke schmerzen. Welch zweifelhaftes Verlangen, es als Eigentum zu betrachten und für mich besitzen zu wollen.

Warum töten, um zu besitzen?

Ich genieße mit Freude die Offerte und gehe weiter, auf dass sich jemand anderer am Anblick erfreut. Ich bin entzückt, dass dieser Andere einen unverhofften Genuss erfährt.

Genieße ich bewusst, darf Frieden in der Welt einkehren. Es liegt bei jedem selbst, diesen Anfang zu wagen. Weitergehen. Zurücklassen. Eine beglückende und entzückende Erfahrung am Wegesrand.

Es beginnt bei mir und . . . es hört bei mir auf.

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