Wie ist eigentlich das Paradies beschaffen? Ist es der sprichwörtliche Garten Eden oder womöglich nichts weiter als ein Gebüsch am Wegesrand? Oder beides zugleich und alles zusammen?
Das Paradies scheint für jedes Lebewesen anders zu sein, denke ich, indes vor meinen Augen eine Biene unbekümmert von einer Blüte zur anderen taumelt und sich an den Blüten berauscht. Eifrig erfüllt sie ihre Bestimmung und lässt sich durch meine Beobachtung nicht aus der Ruhe bringen. Jede Blüte wird ihr zur Zuflucht und zum Genuss, dem sie sich mit Hingabe widmet.
Jede Blüte, an der sie sich gütlich tut, ist für sie das Paradies, derweil ein Käfer ebenfalls eine Blüte für sich entdeckt und ihr auf seine Weise huldigt.
Letztlich mag es um die Erfüllung der Bestimmung gehen, denke ich und setze meinen Weg fort, um all die vielen Paradiese am Wegesrand genießen zu können, ähnlich jener Biene, die sich an jeder einzelnen Blüte berauscht.
Paradiese werden nicht selten auf den ersten Blick verkannt.
