Satellitenreise

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In der Phantasie beginnt die Welt für mich Kopf zu stehen und ich lade mich auf eine Reise ein. Der Antennenmast vor dem Himmelshintergrund, ist zum Satelliten geworden, seine Bahn im Orbit ziehend.

Mich fallen lassend begleite ich den Satelliten. In der Weite des Raumes löst sich der Boden unter meinen Füßen auf und federleicht gleite ich dahin, als könne mich nun nichts mehr an die Materie binden und in ihr festhalten.

Schon meldet sich mein Verstand und sagt mir, dass ich nicht albern sein soll. Ernüchtert gehe ich davon, aber jene allzu kurze Reise mag mir nicht aus dem Kopf gehen.

Was ist, wenn die Welt auf dem Kopf steht und ich sie im Kopfstand so betrachte, wie sie ist? Was ist, wenn alles, was ich für real erachte, Einbildung ist und ich im Raum schwebe, grenzenlos und vollkommen frei?

Könnte es sein, dass die vertraute Normalität ein selbst geschaffenes Gefängnis ist?

Den wütenden Zuruf meines Verstandes überhöre ich.

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