Nicht selten wandeln wir auf so manchem Grat. Oft sind uns unsere Wege nicht bewusst. Hinterher stellt sich heraus, dass wir arglos einen schmalen Grat beschritten.
Ich steige bergan, bedacht, auf meinem Weg zu bleiben. Als ich oben anlange, halte ich inne und blicke zurück. Erst jetzt fällt mir auf, dass ich auf einem Grat gewandelt bin.
Auf Graten wandeln wir durchs Leben und denken uns nichts dabei.
Kaum aber machen wir einen verhängnisvollen Schritt, sagen ein falsches Wort, machen eine unüberlegte Bemerkung, eine Geste, eine Bewegung und schon . . .
Wie gut es sich anfühlt, wenn wir einen Grat verlassen und weit ausschreiten. Aber nicht selten stehen wir auf einem anderen Grat, den wir nur noch nicht sehen.
Das Leben ist voller Möglichkeiten und . . . Fettnäpfchen.
