Ahnenkult

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Es treibt aus, . . . auf den Überresten des Vergangenen.

Zielstrebig wächst neues Leben heran, wendet sich beherzt dem wärmenden Sonnenlicht entgegen. Alles Abgestorbene löst sich in seine Bestandteile auf und geht aus dem Leben.

Staub wird zu Staub, indem Leben aus ihm entsteht, das zu Staub wird, in jenem Schauspiel ewiger Wiederkehr.

Ich verweile bei diesem Anblick und gedenke demütig der Ahnen, auf deren Schultern ich stehe. Aus ihrer Mitte wurde ich auf die Reise durchs Leben geschickt, um mich darin als Staub begreifen zu dürfen.

Am Ende des schweigenden Gedenkens mache ich mich wieder auf den Weg nach dorthin, woher ich gekommen bin.

Alles scheint für mich eine Zeremonie zu sein, . . . ein Kult für die Ahnen.