Gefängnis-Leben

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Gewohnheitspfade mögen verlässlich und sicher erscheinen, unbekannte Bereiche hingegen zwielichtig, bedrohlich und bedenklich.

Mit Vorliebe beschreiten wir unsere ausgetretenen Pfade, bleiben den Gewohnheiten treu, während wir Unbekanntes möglicherweise insgeheim erträumen, im Alltag jedoch sorgsam meiden.

Geordnete, sichere, liebgewonnene Lebenswege werden beibehalten; undurchsichtige, unberechenbare, ungewisse Fremdbegegnungen als Bedrohung gefürchtet.

Gefängnisse, in denen wir leben, die nicht erkannt werden, die wir nicht erkennen wollen, bieten uns Sicherheiten und Verlässlichkeit, während uns der Mut und die Offenheit zur Erweiterung unserer Welt verlorengehen.

Wie schlecht es uns ergeht, wenn sich Pfade der Gewohnheit als falsch und trügerisch erweisen. Wie niederschmetternd es ist, wenn das Leben uns zwingt, unsere Pfade der Sicherheit zu verlassen.

Unbekanntes wirkt umso bedrohlicher, je mehr es gemieden wird.

Angst schränkt uns ein, verengt uns, zieht uns zusammen, hält uns in selbst erschaffenen Gefängnissen fest, wo sie sich zu einer selbstzerstörerischen Bedrohung entwickelt.