Gefallen im Glauben

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Warum ist mir so unwohl beim Anblick des gefallenen Baumes?

Weil ich daran glaube, den Tod vorauszusehen, der eines Tages auch mich ereilen wird. Weil ich an die Endlichkeit meines Lebens glaube, die ich gedanklich mit meiner körperlichen Auflösung verknüpfe.

Ich erkenne den Tod im Leben, warum gelingt es mir noch nicht, das Leben im Tod zu erkennen? Überall wird Leben zum Tod, warum sollte es nicht auch umgekehrt sein?

Innerlich zerrissen stehe ich vor den zerfallenden Überresten des einstigen Riesen und werde mit meinem Unglauben konfrontiert. Mit einem in dieser Welt gefangenen Denken, aus dem mein schmerzhafter Glaube an den Tod entsteht.

Ich glaube, im Tod ein Ende zu sehen, anstatt ein Neuanfang. Und so muss es sein, denn alles geschieht nach dem Glauben, weil Glaube die Grundlage alles Bestehenden ist.

Das Gewicht meines Glaubens macht es so schwer für mich, in dieser konfrontierenden Gegenwart des gefallenen Riesen.

Inzwischen lerne ich, was es heißt, wirklich zu glauben!

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