Eigensinnig stehst du im Kreislauf der Jahreszeiten und behauptest dich gegen die wechselhaften Bedingungen im Außen.
Mancherlei Verwachsungen und Wucherungen bedecken deine Oberfläche.
Der Lauf des Lebens und schwere Zeiten verwandelten dich mit der Zeit in eine knorpelige, unebene Erscheinung inmitten deinesgleichen.
Im Widerstand hast du wiederkehrenden Unzuträglichkeiten getrotzt, standhaft, inmitten von Veränderungen, die Jahr für Jahr um dich herum geschahen.
Hochaufgerichtet, trotz einer Vielzahl an Verwachsungen und Verknorpelungen, welche mich beim Anblick gemahnen, wie viel Kraft und Energie es kostet, im Widerstand zu bleiben.
Tatsächlich geht es in dieser Welt der Formen nicht um äußere Schönheit, sondern um das Verstehen tieferer Wirklichkeit. Aus einem solchem Verstehen kann innere Schönheit erwachsen, die im Angesicht des Leidens an der Äußerlichkeit heranreift und deren Blütenpracht sich im Innern geradeso entfaltet, wie das Äußerliche zerfällt.
Doch sind wir stark genug, unsere Schönheit anzuerkennen, statt zahlreicher Wunden im Außen, die Blütenpracht im Innen zu erkennen?
