Vergänglich

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Alles in dieser Welt befindet sich in ständiger Bewegung, ist vergänglich und seiner Natur nach zeitlich begrenzt.
Das Eine mag geduldiger vergehen als das Andere, doch nichts entgeht dem in ihm angelegten Schicksal, dem unvermeidlichen Verfall.

Was in dieser Welt ist, vergeht und kann durch sein Vergehen zur Vergangenheit werden. Es folgt seinen Erschaffern nach, auch wenn es sich manchmal Zeit damit lässt.

Die Welt, als Prozess ewiger Vergänglichkeit, in dem unaufhörlich Neues entsteht, wird zu einer auf die Vergangenheit zulaufenden Entstehung. Denn etwas entsteht nur dafür, damit es vergehen kann.
Aus jenem Vergehenden wird nun ebenfalls – zur Erschaffung und Erhaltung der Welt – Neues entstehen müssen.
In einem derartigen Verständnis wird diese Welt zu einer auf Entstehung bestimmten Vergangenheit.

Damit schließt sich der Kreis. Es erklärt sich die allgegenwärtige Wiederkehr des wahrgenommenen Entstehens und Vergehens, jenes faszinierende Abenteuer des unaufhörlichen Wandels und der darin liegenden Vergänglichkeit.

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